Jubiläums-Konzert: 200 Jahre Clara Schumann

Wie jedes Frühjahr freue ich mich, auch 2019 interessierten Klaviermusik-Liebhabern wieder ein ganz besonderes Konzert bieten zu können. Das Konzertmotto dreht sich dieses Mal um Clara Schumann, die in diesem Jahr ihren 200-Geburtstag hätte feiern können. Neben Werken von ihr und ihrem Mann Robert Schumann stehen Stücke von Brahms, Chopin und Skrjabin auf dem Programm - ganz im Zeichen der Romantik, Leidenschaft und Fantasie.

Clara Josephine Schumann (geboren am 13. September 1819 in Leipzig unter dem Namen Clara Wieck; gestorben am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main) - war eine deutsche Pianistin und Komponistin und ab 1840 die Ehefrau Robert Schumanns.

Sie wurde von Ihrem Vater extrem gefördert, dessen gesamtes Augenmerk ihr galt. Wegen ihres musikalischen Talents hatte er das Ziel, sie so rasch wie möglich als Wunderkind und Klaviervirtuosin bekannt zu machen. So nahm er sie nach wenigen Jahren aus der öffentlichen Grundschule und ließ sie privat unterrichten, damit sie sich völlig auf das Klavierspielen konzentrieren konnte. Dadurch blieb ihre Ausbildung weitgehend auf die Musik beschränkt.

Auch als Komponistin wurde sie relativ früh aktiv. Ihre "Variations de Concert pour le Piano-Forte sur la Cavatine du Pirate de Bellini" Op. 8, die es dann im Konzert zu hören gibt, wurden beispielsweise für eine Tournée nach Wien und Paris komponiert. Sie war damals gerade 18 Jahre alt.



Robert Schumann (geboren am 8. Juni 1810 in Zwickau; gestorben 29. Juli 1856 in Endenich / Bonn) war ein deutscher Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Er wird heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik gezählt. In der ersten Phase seines Schaffens komponierte er vor allem Klaviermusik.

1834 gründete er zusammen mit Friedrich Wieck - dem Vater von Clara Wieck - und anderen in Leipzig die Neue Zeitschrift für Musik, für die er zehn Jahre lang als Redakteur, Autor und Herausgeber arbeitete. Schon einige Jahre davor freundete er sich mit Wiecks Tochter Clara an. Er ging mit ihr manchmal spazieren, konnte mit dem neun Jahre jüngeren Mädchen aber noch wenig anfangen, was sich dann jedoch später änderte. Wegen des erbitterten Widerstandes von Friedrich Wieck musste sich Schumann die Erlaubnis, dessen Tochter Clara zu heiraten, 1840 vor Gericht erstreiten.

Das erste veröffentlichte Werk waren die unter dem Namen "Thème sur le nom Abegg varié pour le pianoforte" 1831 erschienenen Abegg-Variationen op. 1, welche es im Konzert ebenfalls zu hören gibt.



Johannes Brahms (geboren am 7. Mai 1833 in Hamburg; gestorben am 3. April 1897 in Wien) war ein deutscher Komponist und Pianist der Romantik. Er veröffentlichte Werke für Klavier, Kammerensembles, Orchester und Gesang. Großen Einfluss auf seine Musik nahmen die Werke des bereits verstorbenen Komponisten Ludwig van Beethoven. Aber auch frühere Komponisten wie Bach, Händel oder Palestrina prägen seinen Musikstil und traditionellen Umgang mit barocken und klassischen Kompositionsformen.

Er lernte Robert Schumann und dessen Frau Clara in Düsseldorf kennen. Am 25. Oktober 1853 erschien in der von Robert Schumann gegründeten und in Leipzig erscheinenden Neuen Zeitschrift für Musik der erste Artikel über Johannes Brahms. Schumann setzte sich weiterhin bei Verlagen und wichtigen Musikern für ihn ein, so dass er bereits mit 20 Jahren berühmt wurde.

Sein Verhältnis zu Clara intensivierte sich im Laufe der Zeit. Zwischen 1854 und 1858 pflegten Clara Schumann und Brahms einen umfangreichen Briefwechsel; einvernehmlich vernichteten sie diesen später fast vollständig. Brahms verehrte und liebte die 14 Jahre ältere Clara zeitlebens. In seinem Intermezzo Op. 118 / 2, welches im Konzert u.a. zur Aufführung kommt, ist diese tiefe Traurigkeit und Sehnsucht besonders zu hören.



aber auch andere Komponisten kommen in diesem Konzert nicht zu kurz...
Zu hören gibt es u.a. die vier Impromptus von Frédéric Chopin, den Schumann sehr verehrte, sowie die zweite Klaviersonate von Alexander Skrjabin - eine Fantasie über Meeres-Stimmungen.


Das gesamte Programm wird mehrfach zwischen März und April 2019 zur Aufführung kommen (-> Termine).